Begegungen auf Kuba –

„… noch nie habe ich so viele glückliche Kinder gesehen …“

Die meisten Menschen auf der Karibikinsel Kuba leben in sehr einfachen Verhältnissen. Doch sie genießen das Glück des Augenblicks in ihrer schönen sonnigen Heimat. So erlebte es der Grafiker und Entertainer Wolfgang Wündsch (auch bekannt als Berliner Original Eckensteher Nante). Er hat sich für KIEK MAL auf Kuba umgeschaut und erzählt euch in Bild und Text von seiner Reise mit seinem Freund Michael Ehrenteit (Agentur Berliner Sport- & Showspektakel). Beide haben auch viele Kinder getroffen, mit ihnen musiziert und gesungen und dabei erfahren, wie sie lernen und ihre Freizeit gestalten.

Alle kubanischen Kinder bekommen eine kostenlose Schulbildung und dazu ihr tägliches Schulessen. Sie tragen weiße Hemden mit dem roten oder blauem Halstuch. Bücher, Hefte und Stifte sind oft Mangelware. Doch ihre Freude am Lernen ist zu spüren. Die Freude ist den Kindern ins Gesicht geschrieben wenn sie beim Sportunterricht auf der Straße Fußball mit Büchsen oder Knäulen aus Stoff und Wolle spielen.

Fußbälle für Kubas Kinder

… wenn wir jetzt noch einen richtigen Ball hätten, würden wir wie Messi spielen…

 

Kuba-Karte - Umriss-Fotos

Die Reiseroute durch Kuba

…Reisen in das Land, wo der Zucker wächst…
…ein Land der Musik und Lebensfreude…

Wer von Deutschland nach Kuba reist, landet auf dem Flughafen der Hauptstadt Havanna. Auf den Straßen dieser Stadt fahren die wohl schönsten Oldtimer der Welt.
Man erlebt buntes Leben und Treiben in den Straßen und iGassen. Hier verbringen die Kinder nicht nur ihre Freizeit, sondern auch einen großen Teil ihrer Schulzeit. Wenn Kinder um die Wette laufen oder Ballspiele machen, kann das schon mal das Fach Sport sein, welches hier oft unter freiem Himmel stattfindet. Und da die Temperaturen das ganze Jahr über 25 bis 30 Grad sind, ist das auch möglich.
Hier hatten die Künstler die Idee zur Aktion „Fußbälle für Kubas Kinder“.

Pinar del Rio

Im Osten des Landes, in der Gegend um Pinar del Rio erheben sich bizarre Felsengebirge umsäumt von fruchtbaren Tälern. Die  klimatischen Bedingungen und die Beschaffenheit der Erde machten diese Gegend zum wichtigsten Tabakanbaugebiet von Kuba. Aus diesem Tabak werden die berühmten kubanischen Zigarren hergestellt, die in alle Welt verkauft werden.

Die Provinz Cienfuegos ist das Zentrum der kubanischen Zuckerindustrie. Die gleichnamige Hauptstadt der Provinz hat den weltgrößten Zuckerexporthafen. Aufgrund ihrer Attraktivität wird die Stadt in Kuba auch „Perle des Südens“ genannt. Im Jahr 2005 wurde das historische Stadtzentrum von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.

In der alten Kolonialstadt Trinidad besuchten die Berliner Künstler die ansässige Kunstschule für Kinder und Jugendliche, machten Straßentheater, sangen und tanzten mit den Kindern.
Diese alte Stadt ist Ausflugsort von vielen ausländischen Touristen, durch deren kleine mittelalterlichen Gassen und Pflastersteinstraßen sich die viel zu großen Reisebusse quälen.

Camaguey

In Camaguey besuchten die Künstler ein echt kubanisches Restaurant und bekamen typisches kubanischen Essen serviert: Reis und schwarze Bohnen, eine Art Schnitzel und Backbananen. In diesem Restaurant speisten vorwiegend kubanische Familien, da hier in der typischen Landeswährung, dem Kubanischen Peso bezahlt werden konnte. Touristen zahlen im Lande mit einer anderen Währung.
Weiter ging die Fahrt über Las Tunas und Bayamo nach Santiago de Cuba. Die Künstler bewunderten Palmen und über zwei Meter hohe, blühende Kakteen an den Strassenrändern.  Auf den Straßen von Kuba (auch auf der Autobahn) sind viele Pferdefuhrwerke, Ochsengespanne, Radfahrer und sogar Fußgänger unterwegs und man sollte da beim Autofahren sehr gut aufpassen.

Santiago de Cuba

Santiago de Cuba ist die zweitgrößte Stadt der Karibikinsel und wird von den Kubanern auch liebevoll „die heimliche Hauptstadt“ genannt. Hier besuchten die Künstler auch Familien in ihren kleinen einfachen Häusern am Rande der Stadt. Das Leben findet hier, wie überall in Kuba, vorwiegend auf den Straßen statt. Die Kinder spielen oft nur mit kaputtem und altem Spielzeug. Trotzdem sie in sehr einfachen Hütten leben gehen die Kinder gepflegt und mit einem Lächeln um den Mund in die Schule.

Baracoa

Die Stadt Baracoa wurde 1511 an jener Stelle gegründet, an der Christoph Kolumbus (so wird berichtet) auf seiner ersten Entdeckungsreise kubanischen Boden betrat. Damit ist Baracoa die älteste spanische Siedlung der Karibikinsel. Sogar der berühmte deutsche Naturforscher  Alexander von Humboldt besuchte die Gegend um 1800 und hat hier viele seiner wissenschaftlichen Forschungen betrieben.

Der nach dem deutschen Wissenschaftler benannte Alexander-von-Humboldt-Nationalpark gilt als eine Schatztruhe der Artenvielfalt. Seit 2001 gehört der letzte große Regenwald der Karibikinsel zum Weltnaturerbe. Die grandiose Berglandschaft mit ihrer einzigartigen Vegetation, den riesigen Bäumen und brodelnden Wasserfällen wird heute streng geschützt.
Baracoa ist auch die Region der Kakaoplantagen und in der Schokoladenfabrik der Stadt Baracoa (einst mit Hilfe der DDR aufgebaut) wird die Kakaobohne direkt zu Schokolade verarbeitet.  Sie schmeckt fantastisch!

Moa

Auf unserer Fahrt, einige anstrengenden Autostunden hinter Baracoa, sehen wir bereits aus der Ferne große rauchende Schornsteine. Wir nähern uns der Stadt Moa.
Die Gegend um Moa ist eins der größten Industriegebiete von Kuba. Hier wird seit vielen Jahren Nickel abgebaut und leider hat dieser Nickelbergbau die Natur im Gebiet Moa stark beeinträchtigt.

Holguin

Die wunderschöne Gegend um Holguin hat traumhafte Strände und sogar einen kleinen Flughafen.

Moron

In Moron ist der wohl wunderbarste alte Bahnhof mit Baldwin-Originallokomotiven aus 1920 ein Anziehungspunkt für alle Eisenbahnfans. Nur ein paar km von Maron entfernt führt der lange aufgeschüttete Damm mit Asphaltstraße nach Cayo Coco, ein wunderschöner Ort am Meer.

Cayo Coco

Die wunderschöne Insel Cayo Coco mit ihren langen weißen Stränden, den Flamingos und einzigartigen Mangroven wird zu Recht als eine der schönsten Inseln der Welt bezeichnet und ist besonderer Anziehungspunkt für Touristen.
Nur leider entstehen jetzt auch hier auf dieser traumhaften Insel immer mehr große Hotelketten.


Wo auch immer wir verweilten in diesem traditionsreichen Land waren Musik und Tanz unsere Begleiter. Kuba ist die Wiege der Salsa Musik and des Salsa Tanzes. Die Verschmelzung von Afrikanischer and Europäischer Kultur liess diesen weltweit populären Tanz entstehen. Nur dürfen wir nicht vergessen, dass diese einzigartige Afro-Kubanische Kultur nur deshalb zustande kam, da die Spanischen Kolonialherren zwischen dem 16ten und frühen 19ten Jahrhundert Millionen von West-Afrikanischen Sklaven importiert haben, um sie in den Zuckerplantagen unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten zu lassen. Sonntags pflegten die Sklaven ihre Rituale aus dem Heimatland, und nachdem die Sklaverei abgeschafft wurde, vermischten sich Europäische und Afrikanische Traditionen und formten Rhythmen, Lieder und Tänze wie die Rumba, den Mambo und den Cha Cha Cha.